Schweizer Wald: mehr Vorrat und mehr Einschlag
In den letzten Jahren hat der Holzvorrat im Schweizer Wald weiter zugenommen, und dass obwohl der Einschlag gesteigert wurde. Das sind Ergebnisse des dritten Schweizer Landesforstinventars (LFI3), dessen Schlussbericht die Eidgenössische Forschungs-
anstalt WSL und das Bundesamt für Umwelt (BafU) heute präsen-
tierten.
Auch die Waldfläche in der Schweiz nimmt weiter zu, gemäß dem Landesforstinventar (LFI) alleine in den letzten 20 Jahren um rund 8%. Die Zunahme findet im Alpenraum statt, wo ehemalige Alpweiden von Natur aus langsam wieder zu Wald werden. Nachdem lange Zeit in der Schweiz weit weniger Holz geerntet wurde als zuwuchs, wurde im letzten Jahrzehnt der Holzzuwachs zu 94% genutzt oder ist als Totholz im Wald verblieben. Der größte Teil des noch ungenutzten Zuwachses liegt in Gebieten, die kaum eine kostendeckende Holzernte zulassen.
Die Pelletbranche erwartet für dieses Jahr 25.000 verkaufte Kessel. Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) gestern mitteilte, sei das Interesse von Heizungshandwerk und Kunden bei den aktuellen Messeveranstaltungen erfreulich. Daher rechne man in diesem Jahr mit einem Zuwachs von 25.000 Pellet-
heizungen und zum Jahresende mit einem Bestand von 150.000 Anlagen. 2020 könnte die einmillionste Anlage in Betrieb gehen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. In diesem Zusammenhang übte der Verband Kritik an der vom Bundestag beschlossenen Kürzung sowie am Finanzierungsvorbehalt im Marktanreizprogramm (MAP), dem wichtigsten Förderinstrument für erneuerbare Wärmequellen wie Pelletheizungen. Gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien und dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, forderte der DEPV in einer Resolution die Bundesregierung auf, klare und positive Rahmenbedingungen für den Wärmemarkt zu schaffen.
geschrieben am 31.05.2010 um 15:44 Uhr.