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Opertion "Top Kill" gescheitert

In der Nacht zum Sonntag verkündete BP-Manager Doug Suttles vor laufenden Kameras, das Öl sei durch die Operation "Top Kill" nicht zu stoppen gewesen, man habe die Operation erfolglos abgebrochen.

Am Wochenende sollte das Leck in 1.500 Metern Tiefe durch das Einblasen einer zähflüssigen Masse aus Gummiabfall, Schlamm, Fasern und Zement abgedichtet werden. Dies ist misslungen.

Direkt nach der Explosion auf der Ölplattform hatte der Konzern verlauten lassen, es trete gar kein Öl aus, später korrigierte man auf rund 160.000 Liter täglich, danach auf 800.000 Liter.

Wie Wissenschaftler jetzt erklärten, könnte es aber auch fünf Mal so viel Öl sein. Seit Beginn der Katastrophe sind bis zu 151 Millionen Liter Öl ins Meer gelangt. Über 250 Kilometer der amerikanischen Küste und 13 Hektar empfindlichen Marschlandes im Mississippi-Delta sind verschmutzt. Viele Vögel, Schildkröten und Meeressäuger sind verendet. Für die Fischer in Louisiana ist die Fangsaison verloren, ihre Existenz steht auf dem Spiel.

geschrieben am 27.05.2010 um 15:01 Uhr.